Warum ein Firmenanwalt wichtig ist

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Der Kaufvertrag kurz erklärt

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Ein Kaufvertrag ist ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, das bedeutet es müssen zwei übereinstimmende Willenserklärungen abgegeben werden.

Hört sich kompliziert an, ist es aber im Grunde nicht. Was viele nicht wissen ist, dass ein Vertrag nicht unbedingt schriftlich erfolgen muss, sondern auch mündlich rechtlich bindend ist. Ja sogar eine Handlung, im rechtlichen Jargon konkludentes Handeln genannt, hat einen Vertrag zur Folge. Als Beispiel sei hier das Einkaufen im Supermarkt genannt, wenn man seine Ware auf das Band legt und der/die Kassierer(in) nennt den Betrag, ist dies ein Vertrag der durch eine Handlung zustande kam.

Ein Kaufvertrag setzt sich aus drei Teilen zusammen, wie vom Advokaturbüro Pitschmann & Santner Anwaltspartnerschaft, nämlich Anfrage, Angebot und Abschluss. Dies machen wir fast täglich in vielen Fällen, ohne dass es uns bewusst ist, das wir im Grunde einen Vertrag abschließen. Aus jedem Vertrag entstehen für beide Parteien sowohl Rechte als auch Pflichten. Auch hier gilt wieder, oft tun wir dies ohne uns darüber im Klaren zu sein.  Der Verkäufer hat die Pflicht die Ware dem Käufer zu geben und sie ihm damit zu übereignen. Der Käufer hat im Gegenzug die Pflicht die Ware zu bezahlen.  Das sind die sogenannten beiden Hauptpflichten des Vertrages. Der Käufer hat das Recht auf Minderung des Preises, Nacherfüllung des Vertrages oder aber das Rücktrittsrecht vom Vertrag, sollte die Ware nicht dem Vertrag entsprechen.

Diese Rechte führen immer wieder zu Streitigkeiten, da hierbei oft strittig ist, wer die Schuld hat und wer, was Beweisen muss. Es kann sogar so weit gehen, dass dem Käufer ein Schadensersatz zusteht bei der Nichterfüllung des Vertrages durch den Verkäufer. Dies ist allerdings nicht die Regel. Oft wird eine Ware wieder zurückgegeben oder umgetauscht, was in vielen Fällen Problemlos möglich ist, obwohl es der Verkäufer nicht tun muss. Auch ein häufiger Streitpunkt ist der Gefahrenübergang bei Geschäften bei der die Ware transportiert werden muss. Hier gibt es so viele Konstellation, die man als Laie unmöglich alle wissen kann.

Nehmen wir an sie bestellen online etwas das kaputt ist, wenn sie es zuhause auspacken. Was ist nun zu tun? Normalerweise reklamieren sie beim Verkäufer und hoffen, dass sie aus Kulanz die Lieferung ersetzt bekommen. Aber der Verkäufer muss dies nicht unbedingt tun. Kann man hier vom Vertag zurücktreten? Kann man die Lieferfirma haftbar machen? Hier geht die Streiterei dann los, wer ist schuld, wer haftet etc..  Wie man sieht ist der Abschluss eines Kaufvertrags eine sehr komplexe Angelegenheit und wird oft sogar abgeschlossen, ohne dass man sich darüber im Klaren ist.


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